Die Linie durchrechnen, bevor sie läuft
VulcaRAMix berechnet, wie ein Profil auf seinem Weg durch die Vulkanisationslinie aufheizt und durchvernetzt – Modul für Modul und im ganzen Querschnitt. Neue Profile, Mischungen und Geschwindigkeiten prüfen Sie am Bildschirm, statt sie an der Anlage einzufahren.
Entwickelt von Gerlach Maschinenbau, einem Unternehmen der Rameckers Group, in Forschungskooperation mit dem IKV an der RWTH Aachen und dem KTP der Universität Paderborn.
Weniger Musterfahrten, mehr Produktion
Ein neues Profil auf die Linie zu bringen, heißt heute meist: Anlage belegen, Material verfahren, messen, nachstellen. VulcaRAMix verlegt einen großen Teil davon an den Schreibtisch.
Einfahren am Bildschirm
Neue Artikel fahren Sie zuerst virtuell vor. Die Anlage bleibt frei für das, womit sie Geld verdient – Produktion.
Material bleibt Produkt
Was heute in Versuchsfahrten als Ausschuss endet, wird nicht mehr verbraucht.
Physik statt Bauchgefühl
Gerade bei neuer Geometrie oder neuer Mischung zeigen berechnete Temperatur- und Vernetzungsverläufe, was im Profil tatsächlich passiert.
Wissen an einem Ort
Rezepturen, Profile und Linien liegen in einer gemeinsamen Datenbank – für das ganze Team, mit Freigaben und Rechten.
Von der Mischung zum Ergebnis
- 01
Mischung
Kautschukmischung mit thermischen und dielektrischen Kennwerten hinterlegen. Das Vernetzungsverhalten wird an realen Rheometerdaten kalibriert, nicht nur an Literaturwerten.
- 02
Profil
Querschnitt parametrisch anlegen, frei zeichnen oder als Zeichnung, Foto, DXF oder STEP hochladen – als Voll- oder Hohlprofil, mono- oder coextrudiert.
- 03
Maschine und Linie
Die Anlage entsteht als Kette von Modulen, so wie sie in der Halle steht: Heißluft, Infrarot, Mikrowelle, Kühlung, Abblasen. Mehrere Maschinen werden zur Linie verbunden.
- 04
Berechnung
Die Engine verfolgt das Profil durch jedes Modul – mit Geometrie, Material, Liniengeschwindigkeit und Verweilzeit. Für den Alltag in 1D, in 2D dort, wo Lage und Geometrie den Unterschied machen.
- 05
Auswertung
Temperatur- und Vernetzungsverlauf entlang der Linie und im Querschnitt, Kerntemperatur, Vernetzungsgrad am Austritt und Durchlaufzeit. Jeder Lauf wird versioniert und lässt sich mit anderen vergleichen.
So sieht eine Berechnung aus
Zwei Ansichten aus VulcaRAMix, gerechnet für eine Referenzlinie aus Gerlach-Modulen. Für jede Position entlang der Linie lassen sich Temperatur und Vernetzungsgrad im Profil ablesen.


Aus Forschung und Praxis, keine Blackbox
Die Modelle stammen aus Forschungsprojekten von Gerlach mit dem IKV an der RWTH Aachen und dem KTP der Universität Paderborn. Das gemeinsam mit dem IKV entwickelte Messgerät HeatStraD macht den Temperaturverlauf im Profilquerschnitt während der Heißluft-, Infrarot- und Mikrowellenvulkanisation sichtbar; mit dem KTP wurden Strömung und Wärmeübergang in der Heißluftvulkanisation untersucht.
Berücksichtigt werden auch Einflüsse aus dem Betrieb wie Produktlage, Bandauflage und Verschattung. Die Formeln sind mit Quelle und Gültigkeitsgrenzen dokumentiert, Näherungen als solche gekennzeichnet.
Was heute vorkonfiguriert ist – und was übertragbar ist
VulcaRAMix ist bei Gerlach entstanden. Damit Sie wissen, was Sie erwarten können:
Referenzmaschinen von Gerlach
Die vorkonfigurierten Maschinen in VulcaRAMix sind Gerlach-Anlagen, ihre Modelle wurden an diesen Anlagen validiert. TSM-Maschinen sind derzeit nicht als fertige Referenz hinterlegt.
Vieles ist übertragbar
Heißluft, Infrarot und Mikrowelle wirken auf ein Profil nach denselben physikalischen Zusammenhängen, und die Anlagen sind ähnlich aufgebaut. Wie sich eine neue Mischung, Geometrie oder Geschwindigkeit auf die Durchvernetzung auswirkt, lässt sich deshalb gut auf vergleichbare Linien übertragen.
TSM-Maschinenkonfiguration möglich
Ihre TSM-Anlage lässt sich in VulcaRAMix aus Modulen nachbilden – als individuelle Konfiguration, nicht als fertige Vorlage. Wie das für Ihre Linie am besten gelingt, stimmen wir direkt mit Ihnen ab.
Ob und wie sich Ihre TSM-Linie sinnvoll abbilden lässt, besprechen wir gern direkt mit Ihnen. Und was die Simulation vorschlägt, lässt sich im Technikum der Rameckers Group am realen Profil prüfen.
30 Tage ausprobieren
Firmenkonto anlegen und VulcaRAMix mit den freigegebenen Gerlach-Referenzmaschinen 30 Tage lang testen. VulcaRAMix läuft im Browser sowie auf iOS und Android und richtet sich ausschließlich an Geschäftskunden. Pläne und Preise finden Sie auf vulcaramix.com.
Häufige Fragen
Ist VulcaRAMix eine Maschine?
Nein. VulcaRAMix ist eine Simulationssoftware für kontinuierliche Vulkanisationslinien. Sie läuft in der Cloud – im Browser sowie auf iOS und Android – und wurde von Gerlach Maschinenbau entwickelt.
Sind TSM-Anlagen in VulcaRAMix hinterlegt?
Nicht als fertige Vorlage; vorkonfiguriert sind validierte Gerlach-Anlagen. Viele Erkenntnisse sind auf vergleichbare TSM-Linien übertragbar, und eine TSM-Maschinenkonfiguration ist möglich – wie, besprechen wir mit Ihnen.
Welche Werkstoffe lassen sich simulieren?
Ab Werk NR, EPDM, NBR, SBR, CR und Silikon HTV, als Vollmaterial oder zellige Struktur (Moosgummi). Eigene Mischungen hinterlegen Sie mit Ihren Rheometerdaten.
Welche Technologien bildet VulcaRAMix ab?
Heißluft, Infrarot, Mikrowelle, Kühlung und Abblasen – je Modul kombinierbar, auch mit Luftverbund zwischen den Modulen.
Wie kann ich VulcaRAMix testen?
Mit einem Firmenkonto 30 Tage lang, mit den freigegebenen Gerlach-Referenzmaschinen. Danach arbeiten Sie im passenden Plan weiter.
Ihre Linie im Rechner?
Sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, was VulcaRAMix für Ihre Produkte und Ihre TSM-Linie leisten kann.