Saubere Abluft ohne Flamme
Elektrostatische Abgasreinigung für Vulkanisationslinien, Temperöfen und Anlagen anderer Hersteller. Kein Brenner, kein Gas, keine Änderung an Ihrem Prozess.
Gebaut von Gerlach Maschinenbau, einem Unternehmen der Rameckers Group – bei TSM als Teil Ihrer Linie oder zur Nachrüstung. Gerlach Maschinenbau

Was kostet Ihre Abgasreinigung wirklich?
Bei gasbeheizten Vulkanisationslinien mit thermischer Nachverbrennung kann die Abgasreinigung bis zu die Hälfte der Energie der Linie verbrauchen. Der Brenner läuft, sobald die Linie läuft. Mit ihm steigen Gasrechnung und CO₂-Bilanz, und jeder Wartungsstopp der Anlage hält meist auch die Produktion an.
In vielen Werken ist dieser Anteil nie getrennt ausgewiesen worden. Wer ihn einmal ausrechnet, sieht oft, wie viel Potenzial darin steckt.
Elektrostatische Filtration in vier Stufen
Der elektrostatische Filter holt die Schadstoffe elektrisch aus der Abluft, statt sie zu verbrennen:
- 01
Vorfilter
Hält grobe Verschmutzungen zurück.
- 02
Ionisator
Lädt die festen und flüssigen Partikel in der Abluft elektrisch auf.
- 03
Kollektor
Die geladenen Partikel lagern sich an den Platten eines Hochspannungsfelds ab.
- 04
Nachfilter
Neutralisiert an einem geerdeten Filter.
So werden mindestens 99 % der elektrostatisch aufladbaren Partikel ab einer Größe von 0,03 µm abgeschieden.
Was Sie davon haben
Kein Gas, kein Brenner
Die Abgasreinigung braucht nur Strom, vor allem für den Ventilator. Ihre Energiekosten werden planbar.
Deutlich weniger CO₂
Statt direkter Emissionen aus der Gasverbrennung (Scope 1) bleibt nur der Strombedarf, der mit Ökostrom weiter sinkt.
Keine Prozessänderung
Prozessparameter und Luftführung bleiben, wie sie sind.
Nachrüstbar
An Linien von TSM, Gerlach und anderen Herstellern.
Modular dimensioniert
Die Anzahl der Filterstufen richtet sich nach Luftmenge und Verschmutzung – so wird der Filter passend zu Ihrer Anwendung ausgelegt.
Integriert
Der Filterstatus erscheint direkt an der Bedienung der Maschine oder des Ofens.
Was Kunden einsparen
Gemessen an einem 12-m-Vulkanisationsabschnitt im Dreischichtbetrieb an 260 Tagen im Jahr: Die thermische Nachverbrennung kostete 15.017 € Energie pro Jahr, der elektrostatische Filter 3.370 €. Die CO₂-Emissionen sanken von 43,1 t auf 4,7 t pro Jahr.
Kundenprojekt Gummi
Ein Gummiverarbeiter reinigte die Abluft von drei Linien mit einer zentralen RTO (93.000 m³/h), die rund 130.000 kWh Gas pro Woche verbrauchte. Heute arbeiten dort fünf dezentrale elektrostatische Filter mit je 16.000 m³/h. Gas für die Abgasreinigung wird nicht mehr gebraucht, und das Projekt hat sich allein über die Energieeinsparung in 2,8 Jahren bezahlt gemacht.
Kundenprojekt Silikon
Ein Silikonverarbeiter hat für seine Temperöfen alle bekannten Filtertechnologien verglichen und sich nach den Gesamtkosten für den elektrostatischen Filter entschieden: 10.000 m³/h, eingebunden in die Ofensteuerung.

Basis Gas 0,07 €/kWh, Strom 0,27 €/kWh. Kundenbeispiele anonymisiert. Ergebnisse hängen von Anlage und Betrieb ab.
Passt an Ihre Linie
Der Filter arbeitet unabhängig von der Vulkanisationstechnik und vom Hersteller Ihrer Anlage:
- Heißluftkanäle, gas- oder elektrisch beheizt
- Mikrowellen- und UHF-Linien
- Temper- und Nachheizöfen
- Schwarzgummi (EPDM, NBR und andere) und Silikon
- Komplette Dichtungsprofil-Linien von TSM und Gerlach
- Anlagen anderer Hersteller als Nachrüstung
Der Filter ist modular aufgebaut: Über die Anzahl der Filterstufen wird er auf Luftmenge und Verschmutzung Ihrer Anwendung dimensioniert. Unabhängig davon klären wir gemeinsam im Projekt, ob eine zentrale Anlage oder dezentrale Einheiten je Linie die bessere Lösung sind.
Auch für Temperöfen
Unsere Linien sind auf die kontinuierliche Verarbeitung ausgelegt. Der elektrostatische Filter reicht darüber hinaus: Gerade im Silikonprozess eignet er sich auch für die Abluft von Temper- und Nachheizöfen.
Kein Quarzstaub
In thermischen Anlagen oxidieren Siloxane aus der Silikon-Abluft zu Quarzstaub. Der elektrostatische Filter verbrennt nichts – die Rückstände sammeln sich in den Filterzellen.
In die Ofensteuerung eingebunden
Der Filter lässt sich in die Steuerung des Ofens einbinden, der Filterstatus erscheint direkt an dessen Bedienung.
Nachrüstbar
Ohne Änderung von Prozessparametern und Luftführung – auch an bestehenden Öfen anderer Hersteller.
Aus der Praxis: Ein Silikonverarbeiter hat für seine Temperöfen alle bekannten Filtertechnologien verglichen und sich nach den Gesamtkosten für den elektrostatischen Filter entschieden – 10.000 m³/h, eingebunden in die Ofensteuerung.
Typische Anwendungen
- FahrzeugdichtungenElektrostatische Abluftreinigung ohne Brenner und Gas.
- Fenster & FassadeElektrostatische Abluftreinigung ohne Brenner und Gas.
- MedizintechnikElektrostatische Abluftreinigung für Linie und Temperöfen – bei Silikon ohne Quarzstaub.
- Lebensmittel & AgrarElektrostatische Abluftreinigung für Linie und Temperöfen – bei Silikon ohne Quarzstaub.
Thermische Nachverbrennung oder elektrostatischer Filter?
| Merkmal | Thermische Nachverbrennung | Elektrostatischer Filter |
|---|---|---|
| Energiequelle | Gasbrenner, z. B. 70 kW installiert | Strom: ca. 1 kW je Filterstufe plus Ventilator |
| Aufheizen der Abluft | Über Prozesstemperatur | Nicht nötig |
| CO₂ | Direkt vor Ort (Scope 1) | Nur über den Strombezug (Scope 2) |
| Silikon-Abluft | Siloxane verbrennen zu Quarzstaub, Ablagerungen | Rückstände werden in den Filterzellen gesammelt |
| Prozess | Abhängig von der Anlage | Keine Änderung von Parametern und Luftführung |
| Wartung | Brenner, Wärmetauscher | Regelmäßige Reinigung oder Tausch der Filterzellen |
Elektrostatischer Filter
| Funktionsprinzip | Elektrostatische Filtration |
|---|---|
| Luftleistung | Modular, jede Luftmenge möglich; Konfiguration je nach Anwendungsfall |
| Abscheidegrad | ≥ 99 % für elektrostatisch aufladbare Partikel ab 0,03 µm (DIN EN 1822 / ISO 35 H) |
| Energiebedarf | ca. 1 kW je Filterstufe plus Ventilator (Effizienzklasse IE5), abhängig von der Luftmenge |
| Modulmaße L × B × H | 2,50 × 0,7 × 1,3 m |
| Luftanschluss | 300 mm |
| Elektrik | Integrierter Schaltschrank, 230/400 V, 3 Ph, PE + N |
| Steuerung | Integriert, autark; Einbindung in die Maschinensteuerung möglich |
| Revision | Verriegelbare Inspektionstür je Filterstufe |
| Normen | CE |
| Farbe | RAL 7035 |
Wartung, die sich planen lässt

Ein elektrostatischer Filter behält, was er aus der Luft holt. Deshalb werden die Filterzellen regelmäßig gereinigt. Jede Filterstufe hat eine eigene Tür, die Zellen lassen sich von vorne entnehmen.
Im Wartungsvertrag erhalten Sie einen Austauschsatz Filterzellen. Den Wechsel erledigen Sie selbst in wenigen Minuten. Die verschmutzten Zellen schicken Sie uns zurück – wir reinigen sie im Ultraschallbad, entsorgen das Reinigungswasser fachgerecht und senden Ihnen wieder einen sauberen Satz. Durch dieses Rotationssystem haben Sie stets saubere Filterzellen zum Tausch bereit. Außerdem ist ein jährlicher Service enthalten.


Vom ersten Gespräch zur sauberen Abluft
- 01
Machbarkeitsstudie
Wir analysieren Ihren Prozess und Ihre Abluft und prüfen, was sich elektrostatisch abscheiden lässt.
- 02
Auslegung und TCO
Filtergröße, Anzahl der Stufen und ein Kostenvergleich mit Ihrer heutigen Lösung.
- 03
Integration
Montage, Anbindung an Ihre Maschinensteuerung, Inbetriebnahme.
- 04
Service
Auf Wunsch ein Wartungsvertrag, abgestimmt auf Ihren Schichtbetrieb.
Häufige Fragen
Was kostet eine Anlage?
Das hängt von Luftmenge, Verschmutzung und Anzahl der Filterstufen ab. Die Machbarkeitsstudie liefert Auslegung und einen Kostenvergleich mit Ihrer heutigen Lösung.
Wie viel Strom braucht der Filter?
Etwa 1 kW je Filterstufe. Den größten Anteil hat der Ventilator, und der richtet sich nach der Luftmenge. Gas wird nicht gebraucht.
Wie gut ist die Abscheidung?
Mindestens 99 % für elektrostatisch aufladbare Partikel ab 0,03 µm. Ob das für Ihre Abluft und Ihre Grenzwerte reicht, klärt die Machbarkeitsstudie.
Passt das an Anlagen anderer Hersteller?
Ja. Der Filter arbeitet unabhängig von der Vulkanisationstechnik und lässt sich ohne Änderung der Prozessparameter nachrüsten.
Funktioniert das bei Silikon?
Ja – an der Linie ebenso wie an Temper- und Nachheizöfen. Es wird nichts verbrannt, daher entsteht kein Quarzstaub. Die Rückstände sammeln sich in den Filterzellen und werden bei der Reinigung entfernt.
Wie hoch ist der Wartungsaufwand?
Die Filterzellen werden regelmäßig getauscht. Mit einem Wartungsvertrag erhalten Sie einen Austauschsatz: Sie wechseln die Zellen selbst in wenigen Minuten, schicken die verschmutzten an uns und bekommen wieder einen sauberen Satz zurück.
Kann ich mehrere Linien anschließen?
Ja. Ob eine zentrale Anlage oder dezentrale Einheiten je Linie sinnvoller sind, entscheiden wir gemeinsam im Projekt. Eine dezentrale Lösung bietet sich häufig an, weil sie Rohrleitungen und damit Reinigungsaufwand spart – entscheidend sind aber immer die Gegebenheiten in Ihrem Werk.
Zweite Technologie im Programm
Für die katalytische Nachverbrennung bietet TSM die CT 1000 für 1.000 bis 3.000 m³/h.
Lohnt sich das für Ihre Linie?
Das klären wir am schnellsten in einem kurzen Gespräch. Erzählen Sie uns, welche Linie Sie betreiben und wie Sie die Abluft heute reinigen. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.