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TSM
Elektrostatische Filter

Saubere Abluft ohne Flamme

Elektrostatische Abgasreinigung für Vulkanisationslinien, Temperöfen und Anlagen anderer Hersteller. Kein Brenner, kein Gas, keine Änderung an Ihrem Prozess.

Gebaut von Gerlach Maschinenbau, einem Unternehmen der Rameckers Group – bei TSM als Teil Ihrer Linie oder zur Nachrüstung. Gerlach Maschinenbau

Elektrostatischer Filter von Gerlach
Das Problem

Was kostet Ihre Abgasreinigung wirklich?

bis zu 50 %der Energie einer gasbeheizten Vulkanisationslinie kann auf die thermische Nachverbrennung entfallen.

Bei gasbeheizten Vulkanisationslinien mit thermischer Nachverbrennung kann die Abgasreinigung bis zu die Hälfte der Energie der Linie verbrauchen. Der Brenner läuft, sobald die Linie läuft. Mit ihm steigen Gasrechnung und CO₂-Bilanz, und jeder Wartungsstopp der Anlage hält meist auch die Produktion an.

In vielen Werken ist dieser Anteil nie getrennt ausgewiesen worden. Wer ihn einmal ausrechnet, sieht oft, wie viel Potenzial darin steckt.

Die Lösung

Elektrostatische Filtration in vier Stufen

Der elektrostatische Filter holt die Schadstoffe elektrisch aus der Abluft, statt sie zu verbrennen:

Schema: Die Abluft durchströmt Vorfilter, Ionisator, Kollektor und Nachfilter01020304AbluftSaubere Luft
  1. 01

    Vorfilter

    Hält grobe Verschmutzungen zurück.

  2. 02

    Ionisator

    Lädt die festen und flüssigen Partikel in der Abluft elektrisch auf.

  3. 03

    Kollektor

    Die geladenen Partikel lagern sich an den Platten eines Hochspannungsfelds ab.

  4. 04

    Nachfilter

    Neutralisiert an einem geerdeten Filter.

So werden mindestens 99 % der elektrostatisch aufladbaren Partikel ab einer Größe von 0,03 µm abgeschieden.

Ihre Vorteile

Was Sie davon haben

  • Kein Gas, kein Brenner

    Die Abgasreinigung braucht nur Strom, vor allem für den Ventilator. Ihre Energiekosten werden planbar.

  • Deutlich weniger CO₂

    Statt direkter Emissionen aus der Gasverbrennung (Scope 1) bleibt nur der Strombedarf, der mit Ökostrom weiter sinkt.

  • Keine Prozessänderung

    Prozessparameter und Luftführung bleiben, wie sie sind.

  • Nachrüstbar

    An Linien von TSM, Gerlach und anderen Herstellern.

  • Modular dimensioniert

    Die Anzahl der Filterstufen richtet sich nach Luftmenge und Verschmutzung – so wird der Filter passend zu Ihrer Anwendung ausgelegt.

  • Integriert

    Der Filterstatus erscheint direkt an der Bedienung der Maschine oder des Ofens.

Zahlen aus der Praxis

Was Kunden einsparen

–50 %Gasverbrauch der Linie
–78 %Energiekosten der Abgasreinigung
–89 %CO₂ aus der Abgasreinigung

Gemessen an einem 12-m-Vulkanisationsabschnitt im Dreischichtbetrieb an 260 Tagen im Jahr: Die thermische Nachverbrennung kostete 15.017 € Energie pro Jahr, der elektrostatische Filter 3.370 €. Die CO₂-Emissionen sanken von 43,1 t auf 4,7 t pro Jahr.

  • Kundenprojekt Gummi

    Ein Gummiverarbeiter reinigte die Abluft von drei Linien mit einer zentralen RTO (93.000 m³/h), die rund 130.000 kWh Gas pro Woche verbrauchte. Heute arbeiten dort fünf dezentrale elektrostatische Filter mit je 16.000 m³/h. Gas für die Abgasreinigung wird nicht mehr gebraucht, und das Projekt hat sich allein über die Energieeinsparung in 2,8 Jahren bezahlt gemacht.

  • Kundenprojekt Silikon

    Ein Silikonverarbeiter hat für seine Temperöfen alle bekannten Filtertechnologien verglichen und sich nach den Gesamtkosten für den elektrostatischen Filter entschieden: 10.000 m³/h, eingebunden in die Ofensteuerung.

Elektrofilter mit geöffneter Wartungstür
Einer der fünf Filter mit je 16.000 m³/h aus dem Kundenprojekt Gummi

Basis Gas 0,07 €/kWh, Strom 0,27 €/kWh. Kundenbeispiele anonymisiert. Ergebnisse hängen von Anlage und Betrieb ab.

Einsatzbereiche

Passt an Ihre Linie

Der Filter arbeitet unabhängig von der Vulkanisationstechnik und vom Hersteller Ihrer Anlage:

  • Heißluftkanäle, gas- oder elektrisch beheizt
  • Mikrowellen- und UHF-Linien
  • Temper- und Nachheizöfen
  • Schwarzgummi (EPDM, NBR und andere) und Silikon
  • Komplette Dichtungsprofil-Linien von TSM und Gerlach
  • Anlagen anderer Hersteller als Nachrüstung

Der Filter ist modular aufgebaut: Über die Anzahl der Filterstufen wird er auf Luftmenge und Verschmutzung Ihrer Anwendung dimensioniert. Unabhängig davon klären wir gemeinsam im Projekt, ob eine zentrale Anlage oder dezentrale Einheiten je Linie die bessere Lösung sind.

Silikon

Auch für Temperöfen

Unsere Linien sind auf die kontinuierliche Verarbeitung ausgelegt. Der elektrostatische Filter reicht darüber hinaus: Gerade im Silikonprozess eignet er sich auch für die Abluft von Temper- und Nachheizöfen.

  • Kein Quarzstaub

    In thermischen Anlagen oxidieren Siloxane aus der Silikon-Abluft zu Quarzstaub. Der elektrostatische Filter verbrennt nichts – die Rückstände sammeln sich in den Filterzellen.

  • In die Ofensteuerung eingebunden

    Der Filter lässt sich in die Steuerung des Ofens einbinden, der Filterstatus erscheint direkt an dessen Bedienung.

  • Nachrüstbar

    Ohne Änderung von Prozessparametern und Luftführung – auch an bestehenden Öfen anderer Hersteller.

Aus der Praxis: Ein Silikonverarbeiter hat für seine Temperöfen alle bekannten Filtertechnologien verglichen und sich nach den Gesamtkosten für den elektrostatischen Filter entschieden – 10.000 m³/h, eingebunden in die Ofensteuerung.

Typische Anwendungen

Vergleich

Thermische Nachverbrennung oder elektrostatischer Filter?

MerkmalThermische NachverbrennungElektrostatischer Filter
EnergiequelleGasbrenner, z. B. 70 kW installiertStrom: ca. 1 kW je Filterstufe plus Ventilator
Aufheizen der AbluftÜber ProzesstemperaturNicht nötig
CO₂Direkt vor Ort (Scope 1)Nur über den Strombezug (Scope 2)
Silikon-AbluftSiloxane verbrennen zu Quarzstaub, AblagerungenRückstände werden in den Filterzellen gesammelt
ProzessAbhängig von der AnlageKeine Änderung von Parametern und Luftführung
WartungBrenner, WärmetauscherRegelmäßige Reinigung oder Tausch der Filterzellen
Technische Daten

Elektrostatischer Filter

FunktionsprinzipElektrostatische Filtration
LuftleistungModular, jede Luftmenge möglich; Konfiguration je nach Anwendungsfall
Abscheidegrad≥ 99 % für elektrostatisch aufladbare Partikel ab 0,03 µm (DIN EN 1822 / ISO 35 H)
Energiebedarfca. 1 kW je Filterstufe plus Ventilator (Effizienzklasse IE5), abhängig von der Luftmenge
Modulmaße L × B × H2,50 × 0,7 × 1,3 m
Luftanschluss300 mm
ElektrikIntegrierter Schaltschrank, 230/400 V, 3 Ph, PE + N
SteuerungIntegriert, autark; Einbindung in die Maschinensteuerung möglich
RevisionVerriegelbare Inspektionstür je Filterstufe
NormenCE
FarbeRAL 7035
Service

Wartung, die sich planen lässt

Jede Filterstufe hat eine eigene Tür – die Zellen werden nach vorne entnommen

Ein elektrostatischer Filter behält, was er aus der Luft holt. Deshalb werden die Filterzellen regelmäßig gereinigt. Jede Filterstufe hat eine eigene Tür, die Zellen lassen sich von vorne entnehmen.

Im Wartungsvertrag erhalten Sie einen Austauschsatz Filterzellen. Den Wechsel erledigen Sie selbst in wenigen Minuten. Die verschmutzten Zellen schicken Sie uns zurück – wir reinigen sie im Ultraschallbad, entsorgen das Reinigungswasser fachgerecht und senden Ihnen wieder einen sauberen Satz. Durch dieses Rotationssystem haben Sie stets saubere Filterzellen zum Tausch bereit. Außerdem ist ein jährlicher Service enthalten.

Gereinigte Filterzelle eines Elektrofilters
Filterzelle nach drei Monaten an einer Vulkanisationslinie
Elektrostatischer Filter mit 16.000 m³/h
Dieselbe Bauart nach der Reinigung
Projektablauf

Vom ersten Gespräch zur sauberen Abluft

  1. 01

    Machbarkeitsstudie

    Wir analysieren Ihren Prozess und Ihre Abluft und prüfen, was sich elektrostatisch abscheiden lässt.

  2. 02

    Auslegung und TCO

    Filtergröße, Anzahl der Stufen und ein Kostenvergleich mit Ihrer heutigen Lösung.

  3. 03

    Integration

    Montage, Anbindung an Ihre Maschinensteuerung, Inbetriebnahme.

  4. 04

    Service

    Auf Wunsch ein Wartungsvertrag, abgestimmt auf Ihren Schichtbetrieb.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Anlage?

Das hängt von Luftmenge, Verschmutzung und Anzahl der Filterstufen ab. Die Machbarkeitsstudie liefert Auslegung und einen Kostenvergleich mit Ihrer heutigen Lösung.

Wie viel Strom braucht der Filter?

Etwa 1 kW je Filterstufe. Den größten Anteil hat der Ventilator, und der richtet sich nach der Luftmenge. Gas wird nicht gebraucht.

Wie gut ist die Abscheidung?

Mindestens 99 % für elektrostatisch aufladbare Partikel ab 0,03 µm. Ob das für Ihre Abluft und Ihre Grenzwerte reicht, klärt die Machbarkeitsstudie.

Passt das an Anlagen anderer Hersteller?

Ja. Der Filter arbeitet unabhängig von der Vulkanisationstechnik und lässt sich ohne Änderung der Prozessparameter nachrüsten.

Funktioniert das bei Silikon?

Ja – an der Linie ebenso wie an Temper- und Nachheizöfen. Es wird nichts verbrannt, daher entsteht kein Quarzstaub. Die Rückstände sammeln sich in den Filterzellen und werden bei der Reinigung entfernt.

Wie hoch ist der Wartungsaufwand?

Die Filterzellen werden regelmäßig getauscht. Mit einem Wartungsvertrag erhalten Sie einen Austauschsatz: Sie wechseln die Zellen selbst in wenigen Minuten, schicken die verschmutzten an uns und bekommen wieder einen sauberen Satz zurück.

Kann ich mehrere Linien anschließen?

Ja. Ob eine zentrale Anlage oder dezentrale Einheiten je Linie sinnvoller sind, entscheiden wir gemeinsam im Projekt. Eine dezentrale Lösung bietet sich häufig an, weil sie Rohrleitungen und damit Reinigungsaufwand spart – entscheidend sind aber immer die Gegebenheiten in Ihrem Werk.

Zweite Technologie im Programm

Für die katalytische Nachverbrennung bietet TSM die CT 1000 für 1.000 bis 3.000 m³/h.

Katalytische Abluftreinigung CT 1000 →

Lohnt sich das für Ihre Linie?

Das klären wir am schnellsten in einem kurzen Gespräch. Erzählen Sie uns, welche Linie Sie betreiben und wie Sie die Abluft heute reinigen. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.

Machbarkeitsstudie anfragen